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Die richtige Work-Life-Balance

Coworkung und Work-Life-Balance

Gesucht: Die richtige Balance zwischen Arbeit und Privatem.

Für Selbstständige und Gründer in der Frühphase des neuen Business erscheint es manchmal wie eine verlockende Idee: zu Hause arbeiten und entspannt neben der Arbeit noch ein paar private Dinge erledigen. Doch in vielen Fällen macht sich nach einiger Zeit Ernüchterung breit. Die fehlende Trennung von Arbeit und Privatem beginnt sich nicht mehr als Befreiung anzufühlen. Stattdessen stellen sich Gefühle der Belastung ein und Fragen kommen auf: Wann habe ich Zeit für meine privaten Bedürfnisse? Um wieviel Uhr beginnt mein Feierabend wirklich?

Mit diesen Gefühlen sind junge Gründer und Selbstständige nicht allein. So sagen 69% der Deutschen, dass Work-Life-Blending eher zu Lasten der Freizeit gehe und die Arbeit „bevorzuge“. Gefragt sind also neue Strategien, wie man trotz all der vielen Freiheiten in der Arbeitswelt und der hohen Flexibilität im Berufsleben dennoch ein paar Grenzen einzieht, um das Privatleben davor zu schützen, immer weiter zurückgedrängt zu werden.

Räumliche Trennung

Für Selbstständige, die bisher im Home Office gearbeitet haben, kann es eine sehr gute Idee sein, sich einen Arbeitsraum zu mieten. Ein Platz in einem Coworking Space ist dabei in vielerlei Hinsicht eine gute Idee. Zuallererst schafft man sich damit natürlich die ersehnte räumliche Trennung von Job und Privatem und sendet wichtige Signale an sich selbst: Wenn ich im Coworking Space bin, arbeite ich, und sobald ich den Raum verlasse und den Heimweg antrete, beginnt der Feierabend. Psychologen sagen, dass es sehr wichtig ist, solche „Feierabendsignale“ an sich selbst zu schicken, da dies sehr entlastend wirken kann.

Kreativer Austausch

Ein weiterer psychologischer Gesichtspunkt, der beim Arbeiten im Coworking Space zum Tragen kommt, ist der produktive und kreative Austausch mit anderen Selbstständigen. Wie die Vernetzung und das Cluster- und Community-Building Innovationen ermöglichen, darüber haben wir an dieser Stelle schon geschrieben. Selten war es so einfach zu netzwerken, Schnittstellen aufzutun und sich die kreativen Bälle zuzuspielen wie im Rahmen des Aufeinandertreffens im Coworking Space. Weltweit nutzen smarte Entrepreneure diese kostengünstige Option des unkomplizierten Austauschs. Und natürlich gilt auch hier das Prinzip work hard, play hard. Ein gemeinsamer Drink zum Feierabend festigt neugewonnene Business-Kontakte.

Gemeinschaft statt Isolation

Neben diesem produktiven Blickwinkel sind es aber auch soziale Aspekte, die beim gemeinsamen Arbeiten in einem geteilten Büro eine wichtige Rolle spielen. So kann das Arbeiten im Coworking Space ein Weg raus aus der Isolation des Home Office sein und rein in das soziale und anregende Miteinander einer Gemeinschaft. Über die Gefühle der Zugehörigkeit und die Zufriedenheit, die das auslösen kann, aber auch über den Gewinn an Motivation und Effekte der Leistungssteigerung haben wir hier ausführlich berichtet.

So sind es viele positive Begleiterscheinungen, die sich einstellen, wenn Gründer und Selbstständige auf den eigenen Wunsch nach Trennung von Beruf und Privatleben hören und sich auf die Suche nach einem geeigneten Arbeitsraum machen. Ein Platz in einem Coworking Space kann letztendlich also ein wichtiger Baustein einer gesunden Work-Life-Balance sein.

 

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