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Coworkation: Neue Verbindung von Arbeit und Urlaub

Coworking im Urlaub? Warum nicht!

Coworking im Urlaub? Warum nicht!

Als Gründer, Selbstständiger oder Freelancer ist man es gewöhnt, dass sich viel im Leben um Arbeit und Networking dreht. Gerade wenn man mitten im Aufbau seines Business ist, ist der Gedanke an Urlaub oft ganz weit weg. Viele Nutzer von Coworking Spaces arbeiten zwar oft von verschiedenen Orten aus, doch auch beim Reisen dominieren oft berufliche Aspekte.

Wie wäre es denn, wenn man Arbeiten und Urlaub kombinieren könnte? So kam vor einigen Jahren das Konzept Coworkation auf. Dahinter verbirgt sich die Verbindung von Coworking und Reisen an besondere Orte.

Online von überall aus arbeiten

Mit der zunehmenden Verlagerung unserer Aktivitäten in den Online-Bereich und hier zum Beispiel in die Cloud, ist es nicht nur für digitale Nomaden möglich geworden, Arbeiten und Reisen miteinander zu verbinden, sondern auch für viele andere Berufstätige, die zum Arbeiten in erster Linie einen Internetzugang und ein Laptop benötigen.

Mit Arbeit die Urlaubskosten drücken

Ein Vorteil des Coworkation-Konzepts ist es, dass nicht nur Kosten für den Urlaub entstehen, sondern die Urlaubenden gleichzeitig an ihrem Job und ihren Projekten weiterarbeiten und auf diese Weise Geld verdienen. So können die Kosten verringert, und plötzlich auch sehr entlegene Orte oder teure Reiseziele erschwinglich werden.

Der Coworking Space gibt den Ausschlag

Wichtig ist in jedem Fall, dass der Coworking Space, den man im Urlaub ansteuert, gut ausgestattet ist und über einen insgesamt hohen Standard verfügt. In einer Masterarbeit für die Universität Sankt Gallen hat Samantha Wolf herausgefunden, dass für 61% der Coworkationists der Coworking Space vor Ort den Ausschlag gab für die Wahl ihres Reiseziels, und nur zu 39% der Urlaubsort selbst.

Arbeitsbedingungen im Coworking Space zählen

Warum ein gutes Coworking Space die Grundlage für gutes Arbeiten ist, kommt in der Untersuchung ebenfalls zur Sprache: Die große Mehrheit weiß die guten Arbeitsbedingungen in Coworking Spaces mit großen Arbeitsplätzen, schnellem Internet und einem motivierenden und inspirierenden Umfeld an interessanten Coworkern sehr zu schätzen. Das ziehen die meisten Befragten einem klassischen Hotelaufenthalt und der dortigen Business Center-Ecke vor.

Disziplin ist gefragt

Wer sich auf die Idee der Coworkation einlässt, sollte sich allerdings im Klaren darüber sein, dass ein wenig Disziplin dazu gehört. Man sollte sich also nicht ausschließlich den verlockenden Freizeitangeboten im Urlaubsziel hingeben, sondern stattdessen auch die Aufgaben und Projekte, die man sich vorgenommen hat, nicht aus den Augen verlieren.

Neues Tourismus-Konzept

Für den Tourismus kann Coworkation ein spannendes neues Konzept sein, um neue Kunden zu gewinnen. So lassen sich hiermit Menschen anziehen, die auf der Suche nach Sinn beim Reisen sind und nicht einfach nur die klassische Erholung im Urlaub suchen. Auch passt das Konzept zu der Idee von „Multipurpose Holidays“, also einem Urlaub, der mehreren Zwecken dient. Dabei lässt sich die Arbeit an einem Projekt mit einer anderen Leidenschaft oder einem anderen Interesse verbinden.

Fließende Grenzen zwischen Arbeit und Privatem

Bedenken sollten also alle, die sich für Coworkation interessieren, dass dabei die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit weiter verschwimmen. Das kann für den einen eine Herausforderung bedeuten, für andere wiederum entstehen dabei völlig neue Chancen und Ideen. Auf die mitunter große Herausforderung, sich in der beruflichen Selbstständigkeit eine individuell gesunde Work-Life-Balance einzurichten, sind wir bereits zuvor eingegangen.

 

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