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Produktiver Arbeiten im Coworking Space

Nähe fördert Arbeitsproduktivität

Nähe fördert Arbeitsproduktivität

Was ist das richtige Arbeitsumfeld für mich? Welche Bedingungen benötige ich zum optimalen Arbeiten? Das fragen sich viele Berufstätige. Zuviel Ruhe und Abgeschiedenheit kann sich negativ auf die Motivation auswirken; andererseits hemmt auch ein Zuviel an Lärm und Trubel die Produktivität. Der richtige Mix sollte es also sein.

Identifikation und Sinnstiftung

Eine Studie des Harvard Business Review hat untersucht, wie sich das gemeinschaftliche Arbeiten in Coworking Spaces auf die Produktivität auswirkt und dabei Erstaunliches festgestellt: Die Menschen, die beim Coworking aufeinandertreffen, sehen ihre Arbeit oft als bedeutsamer an als der Durchschnitt der arbeitenden Bevölkerung. Das liegt zum einen am hohen Anteil an Freelancern und Selbstständigen, die sich ihre Projekte oft selbst ausgesucht haben und sich so in vergleichsweise hohem Maße mit ihren Aufgaben identifizieren.

Zudem arbeitet fast jeder der Coworker an einem anderen Projekt als sein Nachbar – dadurch entsteht weniger direkte Konkurrenz und weniger interne Politik. Die Menschen können mehr sie selbst sein als in einem klassischen Büro, wo sie sich oft eine „Arbeitsidentität“ zulegen. Auch das stärkt die Identifikation mit der Arbeit.

Selbstbestimmt arbeiten

Viele Coworker verbindet zudem das Gefühl der unmittelbaren Kontrolle über ihre Arbeit: Da Coworking Spaces meist rund um die Uhr geöffnet sind, kann jeder für sich selbst entscheiden, wann er seine Arbeit erledigt und wann er sich Zeit für Privates nimmt. Diese Art der Freiheit und Selbstbestimmung sorgt nicht nur für Zufriedenheit in puncto Work-Life-Balance, sondern trägt ebenfalls dazu bei, die Arbeitsproduktivität zu erhöhen.

Zugehörigkeit und Verbindungen

Einen ganz wichtigen Beitrag zu einem produktiven Arbeitsleben leistet auch das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, das Coworker untereinander verbindet. Dazu tragen die Betreiber und Mitarbeiter der Coworking Spaces ihren Teil bei, die ihre Mitglieder oft persönlich mit Namen kennen und wissen, was sie beruflich machen. Eine Rolle spielt auch, dass viele Spaces zusätzlich gemeinschaftliche Events anbieten, die ebenfalls das Gefühl der Zugehörigkeit erhöhen.

Produktivität wirkt ansteckend

Eine weitere neue Studie des Harvard Business Review untermauert die psychologischen Effekte des gemeinsamen Arbeitens und der geteilten Arbeitsräume auf die Produktivität: Demnach hat der Umstand, neben wem man sitzt, entscheidende Auswirkungen auf die Arbeitsproduktivität. Besonders effizienzsteigernd ist es, Menschen mit unterschiedlichen und bestenfalls komplementären Stärken nebeneinander zu platzieren, da diese dazu neigen, sich gegenseitig zu helfen und zu verbessern.

Effizienteres Arbeiten, besseres Sozialleben

Genau das passiert in Coworking Spaces, wo Menschen aus vielen unterschiedlichen Berufen und mit ganz verschiedenen Stärken in einer Nicht-Konkurrenzsituation zusammen kommen. So ist es auch nur zu plausibel, was weitere Untersuchungen herausgefunden haben: dass 74% der Coworker angeben, produktiver zu arbeiten, seit sie Mitglied eines Coworking Spaces geworden sind.

Es zeigt sich zudem, dass eine überwältigende Mehrheit von 92% der Coworker angibt, dass diese Form des Arbeitens ihr Sozialleben verbessert hat.

Gemeinschaft wirkt

Selbstverständlich ist es kein Automatismus, dass gemeinsames Arbeiten die Produktivität verbessert. Die individuelle persönliche Disposition spielt natürlich immer auch eine Rolle, und es gibt manche Arten von Arbeit, die sich schlichtweg nicht an einem geteilten Arbeitsplatz erledigen lassen. Doch die Tendenz ist eindeutig: Die Gemeinschaft macht nicht nur zufriedener, sondern sorgt auch für mehr Effizienz und Produktivität in der täglichen Arbeit.

 

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