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Mitglied des Monats: Nina Anika Klotz!

Office Club Mitglied des Monats Nina Klotz

Nina Anika Klotz

So oder ähnlich hat man sie sich also vorzustellen, die private Redaktionssitzung im Hause Klotz. Man denke sich (vorsichtig) Riesenmesser und Bratengabel weg, lege einen weißen Office Club-Tisch darunter und man hat einen etwas vertrauteren Anblick aus der Pappelallee. Irgendwo zwischen Australien und Wendland hat sich sogar eine freie Minute für unsere Fragen gefunden:

Kurze Vorstellrunde: Wer bist du? Woher kommst du? Und wieso?

Ich bin die Nina, komme eigentlich aus dem oberbayerischen Fünfseenland, behaupte allerdings gern, Münchnerin zu sein, weil ich da fünf Jahre gelebt und mich sehr zuhause gefühlt habe und kam um's ehrlich zu sagen der Liebe wegen nach Berlin. Hier bin ich nun seit zweieinhalb Jahren und arbeite als Freie Journalistin.

In deinen Artikeln beschäftigst du dich hauptsächlich mit dem Thema Reisen und Kulinarischem. Klassischer Fall von "Hobby zum Beruf gemacht"?
Könnte man wohl so sagen, irgendwie würde aber auch so etwas wie „aus der Not eine Tugend gemacht“ stimmen. Angefangen habe ich als Freie zu schreiben, als ich nach dem Studium zwei Praktika in Indien und den USA gemacht habe, da lagen die Reisethemen einfach so vor mir, es bot sich an, darüber zu schreiben. Und das mit den Food-Themen kam, als ich mich nach ein paar Jahren in der Redaktion selbstständig gemacht habe. Da habe ich erstmal so ziemlich jeden Auftrag angenommen und alle möglichen Geschichten vorschlagen, die ich interessant fand. Irgendwann dämmerte mir, dass man sich so total verzettelt und dass ich mich fokussieren und spezialisieren sollte. Das einfachste war es dann, sich zu fragen: Was interessiert mich selbst denn am meisten? Raus kam: Essen.

In welchen Zeitschriften kann man auf Artikel von dir stoßen?
Am häufigsten in der Financial Times Deutschland. Oder in der Capital, Impulse oder auch mal im Business Punk. Und hin und wieder in Der Feinschmecker und der einen oder anderen Frauenzeitschrift.

Du bist erst sein ein paar Tagen von einem ausgedehnten Australien-Trip zurück. Thematisch dürfest du also für's erste wieder gut versorgt sein…?
Das war zwar keine Recherche-Reise, aber es stimmt natürlich, dass man unterwegs eigentlich immer Sachen erlebt, von denen man denkt: „Das wäre echt mal eine Geschichte!“ Ob man für die dann auch einen Abnehmer findet, ist eine andere Sache. Aber ich fand zum Beispiel ganz spannend, was für sagenhafte Biere es in Australien gibt. Weiß man ja nicht unbedingt. Man denkt ja erst mal nur an Foster’s…

Was steht sonst in der nächsten Zeit an?
Ich arbeite gerade an einer Geschichte über Wildfleisch. Rehrücken, Hirschfilets, Weihnachtsessen halt. Dafür durfte ich vor ein paar Tagen einen Jäger auf der Pirsch im Wendland begleiten und bin nun dabei eine Reportage darüber zu schreiben. Die wird mich noch ein bisschen beschäftigen.

Seit wann coworkst du bei Office Club?
Seit März diesen Jahres, glaube ich. Davor habe ich von zuhause gearbeitet und erlebt, was viele Freiberufler erzählen: Irgendwann fiel mir die Decke auf den Kopf. Keine Ahnung, wie das kam, plötzlich war das Gefühl da, in unserer Wohnung eingesperrt zu sein. Obwohl ich es davor super fand, in Schlafanzughosen Telefoninterviews mit wichtigen und nicht so wichtigen Menschen zu führen, die mit Anzug und Krawatte am anderen Ende der Leitung saßen.

Was hat Coworking für dich für Vorteile?
Ich glaube, man könnte von so einer Art "sozialer Kontrolle" sprechen: Wenn alle um einen herum fleißig arbeiten (oder überzeugend so aussehen:)), hilft das, selbst konzentriert zu bleiben. Dazu passt auch die Atmosphäre im Office Club Berlin Prenzlauer Berg, ruhig und irgendwie arbeitsam. Außerdem ist es, glaube ich, für jeden, der allein arbeitet, schön zu sehen, dass man nicht allein IST.

Was sind deine Lieblingsplätze in Berlin?
Das Café „Schönbrunn“ im Volkspark Friedrichshain mag ich so für einen Sonntagnachmittag, weil das einem bayerischen Biergarten wohl noch am nächsten kommt. Oder Samstags die Märkte, Boxhagener und Kollwitzplatz, oder der am Winterfeldtplatz. Abends finde ich Tor-, August- und Linienstraße gut („Das Lokal“ etwa ist fantastisch!). Und nachts sitze ich – kitschig aber wahr – am liebsten auf der Rückbank eines Taxis und schaue raus.


Waidmanns Dank! :)

Die Linksammlung:
Ninas Blog: misstype.de
Nina auf Facebook: facebook.com/misstype
Nina auf Twitter: twitter.com/misstype

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