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Wie Klänge auf Körper und Geist wirken

Musik im Büroalltag

Musik ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Wir hören sie  beim Joggen, Duschen, Kochen, Arbeiten, um wach zu werden oder bei Liebeskummer.…
von Anne Wolf |

Playlist zum Arbeiten

Musik ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Wir hören sie 

beim Joggen, Duschen, Kochen, Arbeiten, um wach zu werden oder bei Liebeskummer. Doch was macht Musik eigentlich mit unserem Körper und Geist? Warum tanzen, weinen und lachen wir, wenn wir Musik hören und wie können wir Musik am besten im (Berufs-)Alltag einbauen?

Der Weg vom Ohr zum Gehirn

Die Ohren gehören zu den ältesten Organen, da die Gehörzellen die ersten spezialisierten Zellen in der Evolution waren. Die feinen Haarzellen im Ohr wandeln Schallwellen in elektrische Impulse um, welche über den Hörnerv in das Gehirn weitergeleitet werden. Die Besonderheit von Musik gegenüber klassischen Geräuschen liegt darin, dass sie mehrere Areale im Gehirn anspricht: Sie wird sowohl zum Kleinhirn, das Körperbewegungen und den Gleichgewichtssinn kontrolliert, zum Großhirn, das für höhere Funktionen des Bewusstseins zuständig ist, als auch zum limbischen System, welches u.a. unsere Emotionen steuert, geleitet.

Deshalb hat die Musik einen großen Einfluss auf unsere Befindlichkeit. Auch wenn wir uns nicht bewusst sind, dass wir Musik hören, reagiert unser Körper. Sie wirkt auf die Herzfrequenz sowie den Pulsschlag und dadurch indirekt auf den Blutdruck und die Gehirnaktivität. Außerdem reagieren der Atemrhythmus, Stoffwechsel, Sauerstoffverbrauch und sogar das Schmerzempfinden. 

Wie können wir die Wirkung von Musik für uns nutzen?

Als Gedächtnistraining: 

Da die Musik so viele Gehirnareale anspricht, kann sie auch mit Erinnerungen verknüpft werden. For­sche­r:innen ließen beispielsweise Anatomie Student:innen den Stoff durch Singen lernen und fanden heraus, dass es den Student:innen leichter fiel, sich das Wissen anzueignen. Außerdem ist bekannt, dass bei Musiker:innen einige Gehirnareale besser ausgeprägt sind. Dies, so vermutet man, ist auch der Grund, warum sie im Alter weniger an Demenz leiden. 

Als Wachmacher oder zur Stressreduktion

Durch die körperliche Reaktion auf Musik werden Hormone ausgesteuert, die wiederum einen Einfluss auf unsere Emotionen haben:

Schnelle Musik erhöht das Adrenalin im Körper und macht dementsprechend wach, leistungsfähig und aktiv und ist somit besonders bei monotoner Arbeit zu empfehlen. 

Sanfte Musik hingegen erhöht den Noradrenalinspiegel. Dies sorgt dafür, dass weniger Stresshormone ausgeschüttet werden. Dies kann zur Entspannung bei Stress, Schlafstörungen und auch Schmerzen führen. Sie eignet sich somit zu fokussierten Arbeiten bei komplexen Themen. 

Zur Stärkung des Zusammenhalts

Hören wir Musik zusammen mit anderen, wird das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet. So werden emotionale Bindungen gestärkt. Diesen Effekt setzen die Kulturen schon seit Jahrzehnten z.B. bei rituellen Tänzen oder immer wiederkehrenden Melodien wie bei einem Kirchenbesuch ein. Ein Teamevent mit Musik oder ein Tanz nach Feierabend kann somit den Zusammenhalt im Team nachgewiesen stärken. 

Nicht ganz einig sind sich Forschende darüber, ob Musik einen umfassenden kreativen Prozess fördert oder evtl. sogar hemmt und die Stille zu bevorzugen ist.

Musik kann sich also in vieler Hinsicht positiv auf die Leistungsfähigkeit eines gesamten Teams auswirken. Wichtig ist zu beachten, Musik ist und bleibt Geschmackssache. Was für den einen beruhigend ist, kann für den anderen als störend empfunden werden. Nicht zu empfehlen sind vor allem während der Arbeit zu laute oder aggressive Musik. 

Ist Musik hören im Büro überhaupt erlaubt?

Das Bundesarbeitsgericht urteilte hier, dass Musik im Büro grundsätzlich nicht verboten sei. Diese Regelung fällt jedoch Direktionsrecht. Das bedeutet, dass die Musik weder Kund:innen noch Arbeitskolleg:innen stören sollte. Wenn die Musik z.B. das Arbeitsverhalten negativ beeinflusst, haben Arbeitgeber:innen das Recht, diese zu verbieten. 

Da das Büro als privater Raum gilt, auch wenn sich hier Kund:innen aufhalten sollten, ist eine Zahlung von Lizenzgebühren an die GEMA nicht nötig. Anders verhält es sich mit dem Rundfunkbeitrag. Dieser richtet sich nach der Größe der Betriebsstätte und Anzahl an Mitarbeitern sowie Betriebsfahrzeugen und muss entrichtet werden. 

Übrigens in eigener Sache: Wir haben euch für jede Lebenslage regelmäßig aktualisierte Playlisten zusammengestellt. Du möchtest entspannte, aber etwas schnellere Musik während der Arbeit hören? Dann ist unsere New Work | Upbeat Focus Playlist bei Spotify oder die Upbeat Focus Playlist bei Apple Music genau das richtige für dich. Soll es etwas ruhiger sein? Dann höre doch mal in unsere Spotify New Work | Deep Focus Relax Playlist rein ­– oder alterantiv unsere Playlist für entspannte Musik während der Arbeit bei Apple Music.



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