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Global Coworking Studies: So hat sich Coworking verändert

Erkenntnisse aus den Global Coworking Surveys

Coworking wird weiblicher (u.a.)

Mit dem Online-Magazin deskmag existiert seit einigen Jahren ein digitales Journal, das die Coworking-Welt genauer unter die Lupe nimmt. deskmag hat es sich zum Schwerpunkt gemacht, zu untersuchen, wie sich die Arbeitswelt durch die neuen Formen des Arbeitens verändert. Der Fokus des mehrsprachigen Magazins liegt dabei in erster Linie auf den Coworking Spaces. Einmal jährlich publizieren die deskmag-Macher die Global Coworking Survey. Wir haben hier kürzlich bereits einige Ergebnisse aus der jüngsten Studie vorgestellt.

In diesem Beitrag möchten wir aufzeigen, was sich der Studie zufolge im Laufe der Zeit verändert hat. Denn wir finden den etwas genaueren Blick auf die Veränderungen der Ergebnisse über die letzten Jahre besonders interessant. Er lässt einige spannende Verschiebungen und den Wandel erkennen, der dem Coworking im Laufe der Zeit widerfahren ist.

Coworking für alle Altersschichten attraktiv

Es lohnt sich zum Beispiel, die Auswertungen der Nutzer-Demografie zu untersuchen, die zeigen, welche Altersgruppen sich in Coworking Spaces registrieren. Daran lässt sich sehr gut ablesen, dass Coworking mehr und mehr ein Thema für alle Altersschichten – und somit für die gesamte Gesellschaft wird – und nicht mehr nur bei jungen Menschen populär ist:

- Im Jahr 2012 waren 33% der Mitglieder in Bürogemeinschaften zwischen 18 und 29 Jahre alt und nur 8% 50 Jahre oder älter.
- Im Jahr 2017 ist der Anteil der ganz Jungen auf 28% zurückgegangen, während diejenigen, die 50 Jahre und älter sind, auf 12% angewachsen sind.

Coworking öffnet sich allen beruflichen Stellungen

Doch nicht nur hinsichtlich des Altersspektrums geht der Trend im Coworking zu einer ausgewogeneren Verteilung. Auch im Hinblick auf den beruflichen Status zeigt sich, dass Coworking für immer breitere Schichten interessant wird.

Wurde Coworking vor fünf Jahren noch stark durch Freelancer genutzt (55% Nutzeranteil in Coworking Spaces), so ist das Bild im Jahr 2017 deutlich vielschichtiger geworden: Zu 41% Freelancer-Nutzung kommen 36% hinzu, die die Räume als Angestellte nutzen. Bemerkenswert ist auch, dass mehr und mehr Arbeitgeber das Konzept für sich entdeckt haben – auf 16% ist der Anteil der Arbeitgeber in den Coworking Spaces inzwischen gestiegen.

Freelancer-Hochburg Europa

Große Unterschiede sind dabei zwischen den Kontinenten zu erkennen: Während in Europa 51% der Mitglieder von Coworking Spaces als Selbstständige tätig sind, so dominiert in Asien die Nutzung der Räume durch Angestellte mit einem Anteil von 56%.

Trend zu gleicher Geschlechterverteilung

Eine zunehmende Ausgewogenheit lässt sich auch bei der Verteilung der Geschlechter erkennen: Wurden 2012 noch 64% der Coworking-Plätze von Männern angemietet, so sind es nach neuesten Ergebnissen im Jahr 2017 nur noch zu 53% Männer, die sich die Arbeitsräume teilen, während der Anteil der Frauen auf heute 44% gestiegen ist.

Coworking Spaces boomen

Nach wie vor ungebrochen ist das Wachstum sowohl der Spaces, an denen man sich einen Arbeitsplatz mieten kann:

- Von 1.300 weltweit existierender Standorte im Jahr 2011 auf 13.800 im Jahr 2017 hat sich der Bestand der Coworking Spaces erhöht.
- Die Zahl derjenigen, die hier arbeiten, hat sich von 43.000 auf fast 1,2 Millionen Menschen gesteigert.

Wirtschaftlich gesundes Geschäft

Eine gute Nachricht ist es schließlich auch, dass immer mehr Coworking Spaces ihr Geschäft wirtschaftlich lohnenswert betreiben können: Auf 41% ist der Anteil der profitablen Spaces im Jahr 2017 angewachsen. Gleichzeitig ist der Anteil der nicht profitablen Orte von 38% im Jahr 2011 auf 23% im Jahr 2017 zurückgegangen. Zusätzliche 29% geben sogar an, dass sie ihr Business erfolgreich betreiben können, auch ohne auf eigenständige Profitabilität angewiesen zu sein.

 

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