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Denkfehler, die deine Produktivität bremsen

Denkfehler, die die Produktivität bremsen

Viele Coworker sehen bewusst den Coworking Space ihres Vertrauens auf, weil sie festgestellt haben, dass sie von hier aus besser arbeiten können als im Home-Office oder im Firmenbüro. Die inspirierende Atmosphäre und das geschäftige Treiben wirkt sich oft positiv auf den eigenen Output aus. Doch was ist, wenn andere Faktoren, mit denen wir vorher gar nicht gerechnet haben, unsere Produktivität bremsen? Fünf dieser Denkfehler in Bezug auf die eigene Arbeit wollen wir in diesem Blogbeitrag vorstellen.

Zeit für konzentriertes Arbeiten überschätzen

Mit Hilfe einer Zeit Tracking-App konnte in Studien festgestellt werden, dass ein Arbeitnehmer im Durchschnitt nicht mehr als eine Stunde und 12 Minuten pro Arbeitstag zur Verfügung hat, um fokussiert und ohne Unterbrechung zu arbeiten. Hier spielen Unterbrechungen durch E-Mails und Messenger eine große Rolle, aber auch Telefonate oder „kurze Fragen“ von Kollegen. Für kreatives und strategisches Nachdenken bleibt somit viel weniger Zeit, als sich viele bewusst sind.

Hilfreich ist es, sich diese begrenzte Zeitspanne bewusst zu machen und realistisch mit der limitierten Zeit zu planen, anstatt sie zu überschätzen. So kann es eine gute Idee sein, sich pro Arbeitstag einen Zeitblock von 60 bis 90 Minuten für die großen Aufgaben vorzunehmen, und diesen dann auch streng vor störenden Ablenkungen zu schützen.

Aufwand für kleine Aufgaben unterschätzen

So, wie es ein Denkfehler ist, die Zeit für konzentrierte Arbeiten zu überschätzen, machen wir oft den korrespondierenden Fehler zu unterschätzen, wie viel Zeit, Kraft und Energie kleine Aufgaben oft beanspruchen. Hier realistisch anzusetzen und sich nicht selbst etwas vorzumachen, hat den Vorteil, dass man sich selbst mit Klarheit und Realismus belohnt, was wiederum selbststärkend wirken kann.

Das Übersehen von funktionierenden Methoden

Ein weiterer Denkfehler, der sich häufig einschleicht, ist es, über funktionierende Techniken zu leicht hinwegzugehen, weil man sie fälschlicherweise für „zu leicht“ oder „zu langweilig“ hält. Dazu gehören grundlegende Erkenntnisse aus der Verhaltenspsychologie: Demnach ist es sehr nützlich und positiv für unseren Output, die Anzahl der Entscheidungen, die wir pro Tag treffen, zu reduzieren. Dies wirkt Erschöpfungserscheinungen vor und steigert unsere Willensstärke.

Auch verbessert es die Produktivität, wenn wir vor Beginn eines Projekts eine Planung aufstellen, wann und wo wir die Aufgaben erledigen wollen und auf welche Weise wir mögliche Hindernisse überwinden wollen. Eine weitere wichtige Erkenntnis der kognitiven Verhaltensforschung lautet, dass wir eher mit einer Aufgabe beginnen, wenn sichergestellt ist, dass alle benötigten Materialien auch wirklich vorliegen.

In Alles-oder-Nichts-Kategorien denken

Ebenfalls hinderlich kann es sein, von sich selbst zu große Verhaltensänderungen zu verlangen. Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass wir uns gegen ein bestimmtes Verhalten sperren, kann es nützlich sein, sich kleine Umwege oder einfache Zwischenschritte auszudenken, die nicht unseren psychologischen Widerstand triggern. Psychologen fassen diese Empfehlung unter dem Stichwort Die leichten Gewinne mitnehmen“ zusammen. Der Nutzen liegt darin, dass wir uns mit einfachen Veränderungen belohnen und dadurch die Bereitschaft zunimmt, allmählich auch schwierigere Veränderungen anzugehen.

Seltene, wiederkehrende Aufgaben vergessen

Viele von uns machen ihre Steuererklärung nur einmal im Jahr. Dennoch kommt die Aufgabe jedes Jahr wieder, und es bremst die Produktivität enorm, wenn wir die kleinen, aber wichtigen Details und Anforderungen vergessen, die dazu gehören. Hier kann es hilfreich sein, sich einmal die wichtigsten Details zu notieren, die man immer wieder vergisst – zum Beispiel in Form einer E-Mail an sich selbst. Auch das kann ein wirkungsvoller Trick sein, um die eigene Produktivität zu verbessern und mehr Zeit für die wichtigen Dinge zu schaffen.

 

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