Clean Desks - für Coworker ganz normal

Clean Desk im Coworking Space

Flex Desk = Clean Desk

Das Thema 'Ausmisten und Aufräumen' erlebt im privaten Bereich ja gerade einen kleinen Hype - nicht zuletzt durch die japanische Autorin und Beraterin Marie Kondo, die Millionen von Menschen dazu animiert, Ordnung in ihre Wohnungen zu bringen.

Der leere Schreibtisch im Büro

In der Arbeitswelt ist dieses Thema schon länger angekommen und wird meist unter dem Titel "Clean Desk Policy" zusammengefasst. Dahinter verbirgt sich eine Unternehmenspolitik, die verlangt, dass jeden Abend alle Dokumente und Gegenstände wegsortiert werden, bis der Schreibtisch leer ist.

Ordnung schaffen

Damit soll dem Anwachsen von Papierstapeln und Unterlagen entgegengewirkt werden, in denen sich niemand mehr zurecht findet. Auch soll einen Wildwuchs von privaten Gegenständen am Arbeitsplatz Einhalt geboten werden.

Ein Vorteil dieser Vorgabe ist, dass die Mitarbeiter weniger Zeit mit Suchen verbringen. Studien zeigen, dass in vielen Firmen Mitarbeiter damit bis zu eine Stunde pro Woche verbringen. Das mag man durchaus als Hinweis darauf sehen, wie ineffizient Unordnung ist und dass sie auch zu einem beträchtlichen Kostenfaktor werden kann.

Vertretung erleichtern

Ein weiterer Vorteil des "Clean Desks": Wenn alle nach einem System sortieren, findet sich jeder zurecht. So kann jemand deutlich unkomplizierter für einen erkrankten Kollegen einspringen, wenn er weniger Zeit mit Suchen verschwenden oder dessen individuelles Ablagesystem ergründen muss. Die Vertretung ohne große Übergabe wird deutlich vereinfacht.

Flexibles Arbeiten ermöglichen

Gerade in Zeiten, in denen in immer mehr Unternehmen nicht mehr für jeden Mitarbeiter ein fester Arbeitsplatz vorgesehen ist und Mitarbeiter flexibel an verschiedenen Orten arbeiten, ist diese "Clean Desk Policy" ohnehin eine unerlässliche Maßnahme für die Kollegen, die an einen neuen, sauberen Arbeitsplatz kommen und sich sofort zurecht finden sollen.

Leerer Schreibtisch im Coworking Space

In Coworking Spaces mit überwiegend flexiblen Schreibtischen wird der "Clean Desk" seit jeher praktiziert. Jeder versteht, dass er an einem auf Zeit angemieteten und geteilten Arbeitplatz nicht seine persönlichen Dinge liegen lassen kann.

Die Mehrzahl der Coworker ist es gewohnt, von verschiedenen Orten aus zu arbeiten. Wer als Selbstständiger oder Gründer auf flexibles Arbeiten eingestellt ist, nimmt entsprechend alle seine Unterlagen und Gegenstände wieder mit, wenn er den Platz verlässt und an einen neuen Ort wechselt. Im Coworking Space gibt es zudem Schließfächer, in denen sich alles sicher unterbringen lässt, was über mehrere Tage oder längere Zeit immer wieder gebraucht wird. So kann jeder seinen "Clean Desk" auf ganz einfache Weise realisieren.

Als Coworker Gedanken und Aufgaben sortieren

Ein weiterer Aspekt in diesem Zusammenhang: Als Coworker ist man ganz automatisch mit Fragen der Ordnung und des Systems konfrontiert. Jeden Tag aufs Neue findet man die Antwort auf die eine Frage: Was brauche ich heute zum Arbeiten? Indem der Coworker sich damit auseinandersetzt, schafft er nicht nur Ordnung auf seinem Arbeitsplatz, sondern er ordnet und sortiert auch seine Gedanken und Aufgaben.

Unordnung kann die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen

Aus psychologischer Sicht ist dies ebenfalls sinnvoll, denn Arbeitspsychologen haben herausgefunden, dass unaufgeräumte Schreibtische die Aufmerksamkeit und das Denken beeinträchtigen können. Ein hohes Maß an Ordnung kann ihnen zufolge die eigene Leistungsfähigkeit durchaus verbessern. Anderslautende Studien, die zum Schluss kommen, ein "kreatives Chaos" würde unter bestimmten Bedingungen auch zu entsprechend kreativeren Arbeitsergebnissen führen und die Fähigkeit, klar zu denken, fördern, sollen hier allerdings nicht verschwiegen werden.

Es gibt allerdings eine Vielzahl guter Argumente, die für das 'Clean Desk' in der Arbeitswelt sprechen - ob im Coworking Space oder anderswo.

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